GRUSSWORTE zur Infobörse 2026


GRUSSWORTE INGA FISCHER
Integration bedeutet dazuzugehören und sich auszukennen!
Zahlreiche Münchner Organisationen und Institutionen bieten Orientierungshilfe, Beratung, Empowerment, Begleitung und Unterstützung an, damit die Integration von Frauen* aus aller Welt in unserer Stadt gelingt.
Mit der Infobörse ermöglichen wir an einem zentralen Ort – im Herzen der Stadt - den Zugang zu einer großen Bandbreite von Angeboten, die das Ankommen und das Leben von Frauen* in München ebenso erleichtern wie bereichern.
Im besonderen Rahmen des Alten Rathauses können Frauen* sich einen guten Überblick über all diese Angebote verschaffen, wichtige Kontakte knüpfen, Informationen und Beratung erhalten und sich über ihre Erfahrungen austauschen. Sie erleben und spüren Zugehörigkeitsgefühl und Zusammenhalt.
Wir freuen uns – heuer zum 13. Mal - auf viele interessierte Besucherinnen*, bereichernde Begegnungen, inspirierenden Austausch und erfolgreiches Zusammenwirken aller Akteurinnen* bei dieser einzigartigen Veranstaltung!
Inga Fischer
Vorsitzende Verein für Fraueninteressen e.V.
Starke Frauen – Starke Gesellschaft
GRUSSWORTE NICOLE LASSAL
München ist eine lebendige europäische Stadt mit einem breiten Spektrum an kulturellen Angeboten, vielen interessanten Unternehmen und einer attraktiven geographischen Lage im Herzen Oberbayerns.
Deshalb ist es nicht überraschend, dass es einen stetigen Zuzug nach München vom In- und Ausland gibt. 2025 zogen fast 100.000 Menschen nach München, davon 40.592 aus dem Ausland. Aktuell leben ca. 240.000 Frauen* und Mädchen* mit nicht-deutscher Staatsangehörigkeit in München. Mehr als 4.300 geflüchtete Mädchen* und Frauen* lebten 2025 in Münchner Unterkünften. Jede dieser Frauen* bringt wertvolle Erfahrungen und Kenntnisse mit und möchte hier gleichberechtigt und in Frieden leben, arbeiten und ihre Familien versorgen.
Die aktuelle wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Lage macht es notwendig, die Bemühungen um den Erhalt von sozialen und frauenbezogenen Projekten zu verstärken.
Die globale politische Lage verschärft die Herausforderungen. Militärische Konflikte verursachen regionale Instabilität und Leid vieler Menschen. Manche Menschen müssen fliehen und alles zurücklassen. Internationale Konflikte haben aber auch wirtschaftliche Auswirkungen bis in die deutschen kommunalen Haushalte hinein.
Trotz knapper öffentlicher Kassen sind soziale Projekte wichtig, damit Armut und soziale Ungleichheit nicht zur Normalität werden und unsere Demokratie erhalten bleibt.
Frauen* mit Migrationsgeschichte sind von Ungleichheit besonders betroffen. Sie haben erschwerten Zugang zu Sprache, Arbeitsmarkt und Gesundheitsversorgung. Ihre Abschlüsse werden zum Teil nicht anerkannt. Außerdem leiden sie häufig unter Diskriminierung aufgrund ihrer Herkunft und belastenden Erlebnissen vor und nach der Flucht. Umso wichtiger ist es, ihre Perspektiven einzubeziehen. Denn sie sind nicht nur von politischen Entscheidungen betroffen, sondern sind Teil unserer Stadtgesellschaft.
In diesem Jahr wird der Migrationsbeirat neu gewählt. Das ist eine Möglichkeit, insbesondere für Menschen, die in Deutschland noch kein Wahlrecht haben, an politischen Prozessen in München mitzuwirken.
Die Gleichstellungsstelle für Frauen setzt sich für Frauenförderung, für den Abbau von Hürden, für ein gewaltfreies, gleichberechtigtes und solidarisches Zusammenleben ein.
Wir setzen uns für den Erhalt sozialer, migrations- und frauenbezogener Projekte ein. Diese stützen Menschen, die besonders auf Solidarität und Chancengleichheit angewiesen sind.
Die Infobörse für Frauen* mit Migrationsgeschichte ist eines der Projekte, das Frauen* hilft, sich zu orientieren und auf ihre Lebenssituation zugeschnittenes Informationsangebot zu finden.
Ich wünsche den Besucherinnen* viele nützliche und hilfreiche Informationen und einen regen Austausch!
Nicole Lassal
Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt München


